Ist Seife schlecht für die Haut?

Zero Waste im Badezimmer

Zero Waste im Badezimmer – da denken die meisten an Seifenstücke. Die Seife wird schon seit Jahrhunderten in allen möglichen Lebenslagen verwendet: Erste Hinweise auf die Verwendung von Seife wurden gar bei den Sumerern gefunden. Danach haben sich die antiken Griechen und Römer die Verwendung abgeschaut.

Aber wusstest du, dass auch natürliche Seife die Haut reizen und austrocknen kann? Wir haben für dich die wichtigsten Infos und Fakten zu dem Thema „Seife im Badezimmer“ zusammengefasst:

Die Herstellung

Was die Inhaltsstoffe anbelangt, so ist eine handgeschöpfte Bio-Naturseife natürlich die bessere Wahl – nicht nur für die Haut, sondern vor allem auch für unsere Umwelt. Dennoch bleibt der Herstellungsprozess – egal ob Billigseife oder bio-zertifizierte Naturseife – der Gleiche. Bei dem sogenannten „Seifensieden“ werden Öle mit einer Lauge verseift – meist wird dafür Natronlauge verwendet. Die enthaltenen Fette werden dabei in Glycerin und in die Alkalisalze der Fettsäuren (die eigentlichen Seifen) zerlegt. Von der Natronlauge ist im Endprodukt nichts mehr übrig. Was bleibt, ist das uns bekannte Produkt „Seife“ mit einem basischen pH-Wert über 8.

Herkömmliche Seife weist einen alkalischen pH-Wert von 9-10 auf. Dies kann dazu führen, dass der natürliche Säureschutzmantel angegriffen und die Haut ausgetrocknet wird. 

Eine intakte Haut für mehr Gesundheit.

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Dementsprechend sollten wir diesem Organ auch die Aufmerksamkeit schenken, die es verdient. Denn eine intakte Haut bedeutet auch weniger anfällig für Krankheiten zu sein.

Die gesunde Haut wird von einem Säureschutzmantel umhüllt, dieser schützt die Haut vor dem Austrocknen sowie vor Keimen und anderen Umwelteinflüssen.

Die gesunde Haut weißt einen pH-Wert von etwa 4-6,5 auf. Der schwach saure pH-Wert ist Voraussetzung für eine intakte Barrierefunktion und mitverantwortlich für den Schutz vor dem Eindringen von Schadstoffen und schädlichen Bakterien. Umso näher der pH-Wert von Reinigungsprodukten der der Haut kommt, umso schonender ist die Reinigung und umso besser wird der natürliche Schutzmantel umsorgt. Auch Seifen mit der Eigenschaft „rückfettend“ oder „überfettend“ greifen den Säureschutzmantel der Haut an indem der pH-Wert erhöht wird.

Alternativen zu herkömmlichen Seifen

Der Name „Seife“ wird umgangssprachlich für viele verschiedene Reinigungsprodukte verwendet. Auch seifenfreie Produkte werden gerne als „Seife“ bezeichnet. Feste Haarshampoos oder feste Duschbars nennt man aber eigentlich „Waschstücke“ oder auch „Syndets“.

Eine hautschonende Alternative zu herkömmlichen Seifen ist das Duschpulver.

Die Seife ist zwar Zero-Waste und daher auf jeden Fall schon eine gute Alternative zu herkömmlichen Duschgels, wenn es um Verpackungsmüll geht. Aber wir wissen nun, dass sie der Haut schaden kann.

Was also nun?

Eine gute Alternative sind pH-neutrale Duschpulver. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Seife mit einem alkalischen pH-Wert von 9-10 besticht das Duschpulver durch eine pH-neutrale Formulierung. Diese sorgt für eine intakte Schutzfunktion der Haut und reinigt besonders sanft ohne auszutrocknen.

bio duschpulver statt seife

Waschaktive Pflanzenstoffe, gewonnen aus Waschnusssamen, Seifenkraut und Heilerde reinigen die Haut sanft. Zusätzlich spenden hochwertige pflanzliche Inhaltsstoffe wie etwa Aloe Vera, Amla und Meeresalgen Feuchtigkeit und beruhigen sensible und zu Allergien neigende Haut.

Das Duschpulver lässt sich wunderbar leicht anwenden: Einfach auf die Handfläche geben,  oder direkt auf die Haut, einmassieren und abspülen. Die Wirkstoffe wurden schonend verarbeitet, um die volle Wirkkraft der Pflanzenessenzen und Mineralien zu gewährleisten. In jedem Produkt ist die geballte Ladung der Natur gebündelt und da die Inhaltsstoffe nicht mit Wasser vermischt sind, reicht das Pulver sparsam angewendet für bis zu 100 Anwendungen.

Wie alle Produkte kommt auch das Duschpulver ganz ohne Einmal-Verpackung aus: Dank dem plastikfreien Behälter, kann es danach ganz bequem einfach wieder aufgefüllt werden.

Extra Tipp

Deine Haut profitiert davon, wenn du sie nach dem Duschen an der Luft trocknen lässt oder dich nur in ein Handtuch wickelst, denn das Abrubbeln und Abtrocknen mit einem Handtuch nimmt der Haut Feuchtigkeit.

Falls es Mal eine zusätzliche Portion Feuchtigkeit sein soll, zum Beispiel in der kalten Jahreszeit, dann gönne deiner Haut nach der Dusche noch eine Pflege mit einem reichhaltigen Bio-Pflegeöl. Das kaltgepresste Baobab-Öl etwa versorgt die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit, beruhigt und pflegt beanspruchte und müde Haut. Damit bist du für die kalte Jahreszeit perfekt vorbereitet.  

Das Pflegeöl verteilt sich am besten auf der leicht feuchten Haut. So kann das Öl leichter einziehen und bewahrt deren Feuchtigkeit.